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Naturprodukte aus Österreich

Löwenzahn (Tataraxacum officinale)

Löwenzahn Honig

Der Löwenzahn

Diese wunderbare Pflanze hat viele Namen: Puste- oder Saublume, Mönchskopf, Sonnenwirbel. In Frankreich nennt man sie „Pissenlit“, dies heißt auf pinzgauerisch übersetzt, so viel wie „Bettsoacher“ (hochdeutsch: Bettpinkler) – der Name kommt daher, weil die Pflanze harntreibend wirkt. Löwenzahntee sollte deshalb nicht am Abend getrunken werden.

Die Pusteblume enthält viele Bitter- und Mineralstoffe vor allem Kalium, Phytosterole und Flavonoide. Die Löwenzahnwurzel beschleunigt den Gallenfluss, hat somit eine prophylaktische Wirkung gegen Gallensteine, wirkt positiv auf Leber und den gesamten Stoffwechsel, was wiederum bei Rheuma hilft. Sie ist harntreibend, ohne die Nieren zu reizen. Im Herbst gegraben, hat das Rhizom (Wurzel) sehr viel Inulin. Inulin ist ein Präbiotikum und unterstüzt die Entwickung der Darmflora mit gesundheitsfördernden Darmbakterien. Und so trägt das Inulin zu einer optimalen Verdauung bei. Die Blätter wirken ähnlich, enthalten auch noch Vitamin C und viele Mineralstoffe.

Löwenzahnknospen lassen sich gut trocknen für Tee. Für eine Teekur empfiehlt es sich Wurzeln, Blätter und Knospen zu mischen (1TL mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und 10 min. ziehen lassen) 3 Wochen täglich 2-3 Tassen in der Früh und/oder Mittags trinken.Löwenzahntee macht munter, denn er bringt den Stoffwechsel in Schwung und hilft bei der Verdauung.

Löwenzahn Kapern, sind in Salz Essiglake eingelegte Löwenzahnknospen, sie schmecken gut in herzhaften Salaten und Saucen, eigentlich überall wo man normalen Kapern verwendet.

Löwenzahnhenig selbst gemacht

Und so geht es:

  • 250g Löwenzahnblütenköpfe, 1l Wasser, 1 Bio Zitrone, 1,5kg Kristallzucker
  • Die Blüten mit heißem Wasser übergießen, gewaschene Bio Zitrone in Scheiben schneiden und alles ca. 15 min. leicht köcheln. Vom Herd nehmen, ein paar Stunden, oder über Nacht ziehen lassen, dann den Sud abseihen, Blüten und Zitrone gut ausdrücken.
  • Zucker und Sud mischen und ca. 1 – 1,5 Stunden kochen. Kochtopf im Auge behalten, die Flüssigkeit läuft gerne über. Nach Kochzeit Probe machen, indem man einen Esslöffel Sirup auf ein Teller gibt, abkühlen lässt, beim Antippen mit dem Löffel soll dieser Fäden ziehen, wie Honig.
  • Danach den Sirup in saubere Schraubgläser füllen, schließen und beschriften.
  • Verwendung: Der Löwenzahnhenig schmeckt herrlich auf Brot, oder im Müsli, oder er eignet sich zum Süßen in Desserts und in Backwaren.

Löwenzahnsirup schaut aus wie Honig und wird auch verwendet wie Honig, darf aber nicht als Honig bezeichnet werden. Der Name Honig ist geschützt und darf nur bei Bienenhonig verwendet werden. Deshalb heißt der Löwenzahnsirup bei mir „Henig“. Wer keinen Löwenzahnhenig selber machen möchte, kann ihn hier im Shop bestellen.

Wissenswertes und Tipps:
Ich verwende die ganzen Blütenköpfe, da die darin enthaltenen Bitterstoffe sehr gesund sind und man diese ohnehin im fertigen Sirup nicht heraus schmeckt. Wer weniger Zucker (nur 1kg für 1 l Sud) verwenden will, muss die Kochzeit etwas verlängern. Bei zu langer Kochzeit karamellisiert der Zucker, der Sirup wird dunkel und schmeckt nur nach Karamell. Zitrone (Säure) ist sehr wichtig, ohne sie kristallisiert der Sirup. Die Kochzeit hängt auch vom Mondstand ab. Zum Beispiel verkürzt sich die Einkochzeit bei abnehmenden Mond um ca. 15 bis 20 Minuten. 🙂

Löwenzahn als Kautschukersatz im Autoreifen

Auf eine ganz andere Art wird der Löwenzahn in der Autoreifenherstellung verwendet. Zwar noch in Forschung, aber sehr vielversprechend ist eine russische Löwenzahnart die als Kautschukersatz geeignet ist. Auch andere Produkte könnten daraus entstehen, denkt man an Gummihandschuhe oder andere Latexprodukte.

 

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