Kräuter & Planeten Workshop am Sonnberghof

Kräuteressig Workshop

Sonnenflug & Erdentanz


Im Rahmen der Kräuterwoche am Sonnberghof durfte ich den Workshop „Sonnenflug & Erdentanz“ gestalten, ein besonderer Vormittag zwischen Wildkräutern, Planetensymbolik und Naturerfahrung.

Da ich selbst sehr gerne mit Wildkräutern arbeite, standen vor allem heimische Kräuter im Mittelpunkt unseres Workshops. Viele davon wachsen direkt vor der eigenen Haustüre und werden doch oft übersehen oder vorschnell als „Unkraut“ bezeichnet.

In einer kleinen Einführung tauchten wir in die Welt der planetarischen Kräuter ein und sprachen darüber, wie sich die Kräfte des Kosmos symbolisch in der Pflanzenwelt spiegeln können. Besonders über die vier Elemente und die Signaturenlehre wurde vieles plötzlich greifbar:

Feuer zeigt sich in wärmenden, kraftvollen Pflanzen wie Rosmarin oder Thymian. Luft begegnet uns in beweglichen, duftenden Kräutern wie Gundermann oder Melisse, Wasser in sanften Pflanzen, die Gefühl und Resonanz ansprechen, und Erde in strukturgebenden oder verwurzelnden Pflanzen.

Auch die Signaturenlehre öffnete einen neuen Blick: Form, Farbe oder Wuchs einer Pflanze können Hinweise auf ihre Qualität geben. Leuchtend gelbe Blüten erinnern an Sonnenkraft und Lebendigkeit, während strukturreiche Pflanzen wie Schachtelhalm mit ihrer klaren Form an Stabilität und Aufbau erinnern.

Besonders berührend war eine Begegnung mit einer Teilnehmerin, die erzählte, wie viele „Unkräuter“ in ihrem Garten wachsen – darunter Giersch und Schachtelhalm – und wie sehr sie sich darüber ärgert. Im Gespräch wurde sichtbar, dass genau diese Pflanzen vielleicht etwas erzählen wollen. Giersch kann wunderbar als Petersilienersatz verwendet werden, in Knödeln, Suppen, Gemüsegerichten oder wie Spinat. Schachtelhalm wiederum ist reich an Kieselsäure (Silicea), wird traditionell als Tee geschätzt und zeigt in seiner aufrechten, klar gegliederten Struktur eine Qualität von Stabilität, Ordnung und Aufbau.

Nach der Einführung gingen wir gemeinsam in den Kräutergarten hinaus. Dort sammelte jeder jene Pflanzen, die ihn oder sie besonders ansprachen, geführt von Duft, Farbe, Gefühl oder Intuition. Jeder Teilnehmer schnitt seine gesammelten Kräuter und füllte sie in kleine Gläser, die anschließend mit Apfelessig übergossen wurden, so entstand ein ganz persönliches Pflanzenelixier.

Am Ende lag eine stille Freude im Raum, erfüllt vom Duft der Kräuter, dem gemeinsamen Tun und der Verbindung von Natur und Kosmos. In Dankbarkeit an Mutter Erde und die Pflanzenwelt, die uns nährt und begleitet.

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